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Tag des Judentums 2026 in Innsbruck
Vortrag mit anschließender Diskussion

Tag des Judentums 2026

Samstag
17. Januar 2026
Beginn: 19:00 Uhr
freier Eintritt

Im Vortrag wird eine Sammlung fair erzählter Kinderbibel-Geschichten vorgestellt.
Das Buchprojekt stützt sich u.a. auf eine Untersuchung zur Text- und Bildwelt in aktuellen Kinderbibeln, in der deutlich wurde, dass dort antijudaistische Stereotype immer noch deutlich zum Ausdruck gebracht werden.

Die „Gute Nachricht fair erzählt“ stellt den Versuch dar, die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem jüdisch-christlichen Dialog auch für Kinderbibeln zu erschließen. Text und Illustrationen wollen den Kindern die Gute Botschaft frei von antijüdischen Anklängen und auch frei von anderen Formen der Diskriminierung vermitteln.
Im Rahmen des Buchprojekts fand eine intensiv Auseinandersetzung mit den biblischen Texten statt. Dabei wurde im jüdisch-christlichen Dialog oft um jedes Wort gerungen. Die hier vorgelegte Sammlung von Kinderbibel-Geschichten zeigt, neutestamentliche Texte können fair erzählt werden. Der Vortrag stellt die Hintergründe, Zielsetzungen und Herausforderungen des Projekts dar.

Das Christentum ist in seinem Selbstverständnis wesentlich mit dem Judentum verbunden. Im Jahr 2000 hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) den „17. Jänner – Tag des Judentums“ als Gedenktag im Kirchenjahr eingeführt. Dabei sollen sich die Christen in besonderer Weise ihrer Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusst werden und zugleich des von ihnen an jüdischen Menschen und ihrem Glauben begangenen Unrechts in der Geschichte gedenken. Das Datum für den Tag des Judentums ist bewusst gewählt: Den Geist dieses Tages sollen die Kirchen in die anschließende weltweite „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ (18. bis 25. Jänner) weiter tragen.

Referentin: Prof. Dr. Nina Kölsch-Bunzen lehrt und forscht zu sozialpädagogischen und religionswissenschaftlichen Fragestellungen. Die Schwerpunkte im Rahmen der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik sind: Inklusion, Partizipation, Demokratiebildung gegen Antisemitismus und Rassismus. Als Bundeslehrpreisträgerin Ars Legendi wurde sie für die Entwicklung und nachhaltige Umsetzung innovativer, studierendenzentrierter Lehrkonzepte an Hochschulen geehrt. Sie ist Mitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg sowie u.a. des Netzwerkes jüdischer Hochschullehrender Deutschland, Österreich, Schweiz.

Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
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