
Die US-Armee entschloss sich erst gegen Kriegsende, Agentengruppen hinter feindlichen Linien zu platzieren. Der CIA-Vorläufer, das „Office for Strategic Services“ OSS, stellte Stoßtrupps zusammen um wichtige militärische Erkenntnisse zu gewinnen. Drei Männer sollten in der Gegend von Innsbruck die Waffenlieferungen der Nazi-Armee über den Brenner nach Italien auskundschaften, Belege über die von Hitler beschworene ‚Alpenfestung‘ sammeln und die Erkenntnisse an einen US-Stützpunkt in Norditalien funken. Es war der Beginn einer Aktion, die in die Annalen der US-Army als ‚erfolgreichste Aktion hinter feindlichen Linien‘ eingegangen ist.
Die „Operation Greenup“ begann im Schneechaos. Es gehört einige Überwindung dazu, bei Schneetreiben über dem Sulztaler Ferner in den Ötztaler Alpen aus einem US-Bomber zu springen. Fred Mayer, Hans Wijnberg und Franz Weber landeten in der Winternacht des 26. Februars 1945 denn auch noch in mannshohem Schnee. Sie kämpften sich zuerst zur Amberger Hütte, zwei Tage später nach Gries im Sulztal durch. Auf der Hütte versteckten sie noch schnell die beiden Army-Uniformen von Mayer und Wijnberg. Sie sollten sie nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands noch benötigen.
Weber – er trug seine alte Wehrmachtsuniform als Tarnung – lieh sich in Gries kurzerhand einen Schlitten mit dem die drei ihr Gepäck, vor allem aber das Funkgerät, nach Längenfeld transportierten. Mit dem Bus ging es nach Ötztal-Bahnhof und mit dem Zug weiter bis Inzing. Von hier aus schlichen sie sich zu Fuß nach Oberperfuss, dem Heimatort Franz Webers. Dort wusste man, dass er desertiert war. Seine Enttarnung hätte folglich den sicheren Tod bedeutet. Aber an diesem Tag beginnt in Oberperfuss eine Geschichte, die von unglaublichem individuellen Mut, vom Widerstand nahezu eines ganzen Dorfes, von mutigen Frauen und vom Glauben zeugt, mit der Operation Greenup das Ende des grauenhaften Nazi-Regimes beschleunigen zu können.
Quelle: https://www.innsbruck.info/blog/de/menschen-geschichten/operation-greenup-die-errettung-innsbrucks/
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